Frage von geoka, 281

Helm folieren?

So langsam wird wieder ein neuer Helm notwendig und da bei der in Frage kommenden Auswahl nur die Wahlmöglichkeit zw. Standardfarben oder sauteuren Dekoren, die mir aber aber dann nicht zu 100% gefallen, besteht, könnte man ja auch einen z.B. weißen Helm folieren lassen.

Die Materialverträglichkeit mit dem Kleber kläre ich noch mit dem Hersteller ab, bzw. warte auf eine Antwort.

Hat jemand mal so etwas machen lassen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von chapp, 256

Bei einem Helm mit duroplastischer Schale (GFK, CFK oder Ähnliches) hätte ich beim Folieren keine Bedenken. Thermoplastische Schalen (ABS zB) können unkontrolliert reagieren. Davon würde ich eher die Finger lassen. Selbst einer Freigabe durch den Hersteller würde ich in diesem Fall mißtrauen.

Kommentar von geoka ,

Ich verstehe den Einwand bezüglich des Grundmaterials, allerdings dürften z.B. silberne Helme ja noch eine Klarlackschicht drauf haben und insoweit ist eine Trennung zum Grundmaterial vorhanden. Habe ich da etwas übersehen?

Kommentar von chapp ,

Übersehen? Möglich!  Niemand kann  dir garantieren, dass dieser Klarlack alle Chemikalien aus der Oberflächenbeschichtung abhält. somit hast du trotzdem das Problem mit den Lösungsmitteln oder Härtern.

Kommentar von geoka ,

Ich habe gerade von der Firma Schuberth die Antwort bekommen, dass "lösungsmittelfreie" Aufkleber geeignet seien, natürlich aber keine Haftung übernommen werde, was auch verständlich ist.

Antwort
von FrauElster, 218

Hm, also bei einer kompletten Folierung wäre ich etwas skeptisch, vorausgesetzt, es vertragen sich tatsächlich alle Bestandteile von Helm und Folie.

Um die starken Rundungen des Helms in einem Rutsch zu folieren, muss die Folie sehr stark gezogen, teils wahrscheinlich mit geringer Hitze gearbeitet werden. Ich hätte Bedenken, dass hier zu große Spannungen während und nach dem Aufbringen an der Helmschale entstehen.

Ich pers. würde da eher über professionelle Lackierung oder evtl. Wassertransferdruck nachdenken (wenn sich das verträgt, da kann ich nix zu sagen).

Kommentar von geoka ,

Wassertransferdruck ist eine feine Sache, allerdings lassen sich bei diesem Helm die Polster nicht zerstörungsfrei ausbauen, würden also mit gewässert. Ob das Ganze dann auch bei einem Klapphelm so funktioniert sei mal dahingestelt, da auch hier noch eine Klarlackschicht drüber muss als Schutz.

Antwort
von katastrofuli, 202

Nur ganz wenige Hersteller (z.B. Arai) erlauben das Bekleben ihrer Helme. Die meisten schließen jegliche Haftung bei nachträglich angebrachten Aufklebern oder gar einer neuen Lackierung aus.

Ich empfehle dir einen Fachbetrieb für so etwas. Die wissen welche Helme sie gefahrenlos mit was bekleben können. Günstig wird der Spaß jedoch nicht.

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