alle behaupten immer ein "sportlicher Fahrer" zu sein.. Was ist denn ein sportlicher Fahrer auf der Straße wohl gemerkt?

Das sehe ich nicht ganz so wie einige Vorredner...
Also für mich ist das ganz klar:
Der Hinterreifen darf keinen Angststreifen mehr zeigen...!
..und wer noch nie eine Kurve geschnitten hat (schneiden hat müssen!) und immer alle Geschwindigkeitsbeschränkungen einhält, bei dem kann man natürlich nicht von einer besonderen sportlichen Fahrweise sprechen! ;-)

Ich denke sportlich fahren kann man sicher nur auf der Rennstrecke. Viele verwechseln hier bestimmt "zügig unterwegs sein" mit sportlich. Ich fahre bestimmt nicht sportlich, schneide keine Kurven an, bleibe immer auf meiner Spur, und versuche die StVo weitgehenst einzuhalten. Dann ist sportliche Fahrweise meines Erachtens nach nicht möglich.

Meine Definition von einem sportlichen Fahrer ist eine Mischung der Antworten von michlm und kobaia. Auf gut bekannten Strecken mit hohem Tempo und ordentlich Schräglagen unterwegs sein ohne wirklich ans Limit zu gehen, keinen anderen zu gefährden oder zu bedrängen und dabei Alles und Jeden was da kreucht und fleucht souverän zu überholen, völlig leicht und locker aber dabei total konzentriert und doch entspannt am Moped sitzen, so eine Art Leichtigkeit des Seins zu geniessen, das ist für mich ein sportlicher Fahrer! Dass dabei die Angststreifen am Hinterrad auf der Strecke bleiben und am Vorderrad bis auf einen kleinen Rest dahinschmelzen ist das angenehme Beiwerk und die Adelung des wahren Könners. Alles was darüber hinaus geht ist auf der Strasse to much und gehört auf die Rennstrecke.
michlm am 1. Dezember 2009 21:58 ..schade das man hier nur 1 Punkt vergeben kann!!
Leider kann ich mich nicht so gut ausdrücken wie Du...ist aber das GENAU DAS was ich eigentlich auch meine...!!!
triplewolf am 1. Dezember 2009 22:07 Danke für die Blumen, Seelenverwandt ?

Wenn ich mit einem meiner Freunde unterwegs bin kann ich immer nur feststellen, daß er sich (gleiche Mopete!) überhaupt nicht anstrengen muss eine "gewisse" Dynamik an den Tag zu legen. Alles geht leicht und locker und weit jenseits von irgendwelchen Limits (für ihn) "von der Hand". Der Reifen muss noch nicht einmal an die letzte Rille gelegt werden. Das Tempo ist dabei "so hoch", daß uns praktisch nie einer überholt oder längere Zeit folgen kann... das kann aber auch daran liegen, daß die Hinterherfahrenden dem Sound huldigen ;-)
Ich würde den Fahrstil immer noch nicht als "sportlich" bezeichnen. "Dynamisch" passt da eher. Wirklich sportlich gefahren wird abseits der öffentlichen Strasse... auf dem Kringel. Da geht´s dann ans Limit.
triplewolf am 1. Dezember 2009 21:14 Jepp, so soll das sein!

Danke für die Blumen, möchte aber ehrlich sein:
Zugegeben, ich fahre sehr „zügig“. Das hat nichts mit sportlicher Fahrweise zu tun. Da gehört mehr dazu. Ich oute mich eigentlich zu den „Rasern“, die aber das eigene Moped ziemlich gut in Griff haben (sonst wäre ich Dauergast in der Klinik). Sehr oft spontan, unüberlegt und risikobereit. Ein guter Sportfahrer fährt gleichmäßig und sehr überlegt. Ich hätte gegen den keine Chance. Viele meiner Bikerfreunde meinen immer sie sind verkannte Rennfahrer, haben aber keine Ahnung. Wenn es eng wird, unterschätzen die sich. Daher bleibe ich auch bei einem Sportler mit meiner Chopper meist dran. Sieht nur immer komisch aus, da kommen Sportler um die Kurve und hinten klebt eine Chopper mit hohem Lenker dran. Bei einem echten Sportfahrer hätte ich nicht die geringste Chance. Und nicht nur wegen den PS, die können es einfach besser.
Nee, ich gebe nicht damit an, ein guter sportlicher Fahrer zu sein (will ich auch nicht), bin eben nur ein „blöder Raser“. Gruß Bonny
Bonny2 am 1. Dezember 2009 16:51 Noch eine Anmerkung: Auf Grund der Wetten und den „gemütlichen Stadtfahrten“ habe ich den Ruf eines Rasers weg. Liegt eigentlich nicht in meinem Interesse, da ich mich dadurch ins Aus katapultiere. Hat auch nichts mit Angabe zu tun, fahre einfach nur gerne schnell und stehe auch dazu. Nur auf einer Chopper sieht es eben ungewöhnlich aus, macht mir aber persönlich sehr großen Spaß. Hätte ich einen Supersportler, wäre es normal, aber damit sicher schon auf der großen Rennstrecke bei Manitu (Kurve vor Wolke sieben). Gruß Bonny

Auf der Straße fahre ich "flott". Sportlich geht nur auf der Rennstrecke, wenn man überleben will.

Wahrscheinlich einer der sich nicht an die StVO hält... ;-) Kan ich mir jetzt nicht verkneifen: Meiner Ansicht nach fängt das sportliche Bewegen eines Motorrades erst auf der Rennstrecke an. Auf der Straße ist es rasen, hat aber meiner Ansicht nach nichts mit sportlicher Belastung zu tun. Jeder der die ersten 15 Minuten auf einer Rennstrecke im Renntempo körperlich durchgehalten hat, wird wohl bestätigen können was ich behaupte.
Also, ich bin garantiert ein "sportlicher Fahrer", weil ich drei mal pro Woche mehrere Stunden lang Sport treibe. Allerdings fahre ich eher verhalten. Oder habe ich die Frage falsch verstanden und Du suchst nach einer Definition für "sportliches Fahren"?

hi...,
den Begriff vom >sportlichen Fahrer< finden wir hier in den Auto- und Motorradforen häufig als kokette Selbsteinschätzung der User über die eigene Fahrweise. Klar...., nur die wenigsten stecken ihre eigene Fahrweise in die Kategorie <Blümchenpflücker>. Ein solcher Begriff ist eher negativ besetzt. Wer will das schon.
Wenn ich mir die Medien anschaue, kommt dieser Begriff, positiv augedrückt, ausschließlich bei sportlichen Ereignissen vor. Dieser Begriff gehört für mich demnach auf die Rennstrecke und nicht in den öffentlichen Straßenverkehr. Wenngleich eine "sportliche Fahrweise" häufig auch im öffentlichen Straßenverkehr zu beobachten ist. Und hier, smoker, setzt ja die Frage an. "Was ist denn ein sportlicher Fahrer auf der Straße wohl gemerkt? Gute Frage. Die Antworten waren bis hierher ja recht eindeutig. Auch mein Fazit heißt: Raserei hat nichts mit sportlichem Fahren zu tun. Sportliches Fahren gehört nur auf die Rennstrecke.
Aber das ist ja die Krux. Ich selbst habe meinen Fahrstil hier vor Kurzem als sportlich denfensiv eingestuft. Was nun heißt das wieder? Jaja..., das meint wohl eher den Ansatz einer sportlichen Fahrweise, denn ein sportliches Fahren. Michlm (1. Antwort oben) hat geschrieben: "Der Hinterreifen darf keinen Angststreifen mehr zeigen...!"
Ja......, sicher kann man das so sehen. Und auch an anderer Stelle wird darauf hingewiesen, dass ein >zügiges Fahren< nicht mit einem sportlichen Fahren verwechselt werden sollte. Fahre ich wirklich sportlich, wenn ich alle Geschwindigkeitsbeschränkungen unbeachtet lasse, Kurven schneide und alte Omas erschrecke?
Wenn mein Hinterreifen deswegen keinen Angststreifen mehr zeigt, hat auch das sicherlich nicht grundsätzlich was mit sportlicher Fahrweise zu tun.
Auch auf einer auf lange Sicht freien Landstraße kann ein sehr sportliches Fahren im Sinne eines wegradierten Angststreifens unverantwortlich sein und sicher auch zu ungewollten Folgen führen. Ich kenne solche Strecken hier im Schwarzwald. Die Kreuze stehen dann auch schon mal am Ende einer solchen lang einsehbaren Strecke.
Neeee, Leute......, so´n Prädikat >Sportlicher Fahrer< sollte an Leute vergeben werden, die nach einem Rennen auf dem Treppchen stehen. Im Englischen gibt es den Begriff <sportsmenship>. Dieser Begriff behandelt den Ethos von Sport ansich. Da wird die Bedeutung von Regeln, von Fairnis und wertschätzendem Umgang im Miteinander ganz groß geschrieben.
In diesem Sinne plädiere ich dafür, dass der Begriff >Sportlicher Fahrer< ein Prädikat ganz wesentlich für Motorsportler auf der Rennstrecke bleiben soll. Wer sich als ein sportlicher Fahrer einstufen will, der soll es tun. Dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden. Wichtig aber ist, dass sich jeder an die Regeln hält. Und wenn ich sage, dass ich häufig sportlich defensiv unterwegs bin, dann kann es sein, dass ich wohl genau das damit meine. Gruß Ebbi
michlm am 1. Dezember 2009 16:00 Du hast völlig recht.... sportliches Fahren kann, muß aber nicht zwangweise mit "hirnlosen Rasen" zu tun haben...
..auch deine Definition von defensiv-sportlich ist durchaus OK!
Nur die Geschichte mit der Rennstrecke verstehe ich nicht ganz....
Dazu gibt es ja auch den Begriff des "RENNMÄSSIGEN-FAHRENS" , welches ganz sicher nicht auf die Straße gehört!
Aber Sportlich Fahren ist/heist doch nicht automatisch Rennen fahren, oder ?
...ist halt meine Meinung... :-)
Gruß Michael
Ebbi50 am 1. Dezember 2009 17:38 ..hi Michael, "Aber Sportlich Fahren ist/heist doch nicht automatisch Rennen fahren, oder ?" Nee, mit Sicherheit heißt es das nicht. Der Begriff ist heute einwenig abgehoben vom Fahrstil und mutiert mehr in den Bereich von Anerkennung und Image. Die Sportlichkeit wird heute mehr denn je als hip, up to date, also dem Zeitgeist entsprechend, als äußerst positiv bewertet. Schaue ich in die einschlägigen Motorradforen, erlebe ich, dass beispielsweise der Reifenverschleiß zum Indikator von fahrerisch sportlicher Fahrweise und einem damit verbundenem hohen Ansehen hochstilisiert wird. So bekommt der Begriff von Sportlichkeit eine neue Bedeutung. Er wird von einigen falsch interpretiert. Deswegen wurde an anderer Stelle auch schon davor gewarnt, das sportliches Fahren nicht mit Raserei verwechselt werden darf. Leider ist aber genau das der Fall. Die Begrifflichkeiten verschieben sich von der Rennstrecke auf den öffentlichen Straßenverkehr. Nicht umgekehrt. Oder wird bei Rennveranstaltungen auch von Raserei gesprochen? Eher nicht. Neeee, ich denke auch: "Sportlich Fahren ist/heist doch nicht automatisch Rennen fahren". Heißt es nicht automatisch bei allen Bikern. Gott sei Dank. Gruß Ebbi
michlm am 1. Dezember 2009 20:05 Na dann ist ja eh' alles klar....gg
Zeitgeist riecht für mich so nach "Eissalon-Poser"...ne,ne...das war nie meine Welt... ...mein Bike ist deswegen auch eher schmutzig bis hässlich, denn ich repariere nicht jeden kleinen Kratzer oder Macke (solange er mich nicht am fahren hindert!) und putzen tu ich auch eher ungern...!
Ist zwar kein echtes Ratbike, aber am letzten Treffen habe ich mir schon einiges anhöhren können... ;-)
..ich sehe wir verstehen uns doch richtig... :-)) Gruß Michael
Ebbi50 am 1. Dezember 2009 22:21 "mein Bike ist deswegen auch eher schmutzig bis hässlich, denn ich repariere nicht jeden kleinen Kratzer oder Macke" Genau...., man soll einem Bike durchaus ansehen können, dass es nicht nur nutzlos in der Garage steht. Eine schöne "Patina" zeugt von einem bewegten Alter, von einem lebendigem Umgang mit dem Bike. Kratzer, Macken und Dreck gehören gelegentlich dazu. Gruß Ebbi

Ja,>>> Bonny2;-)
Endurist am 1. Dezember 2009 09:22 lol
turboklaus am 1. Dezember 2009 09:30 Hüstel!
Spider am 1. Dezember 2009 10:57 Sportfahrer schlechthin, gelle!
Frank am 1. Dezember 2009 11:28 Ja, Bonny in Berlin und Umgebung das Synonym für den choppernden Sportfahrer schlechthin;-)
Wenn der so über die alte Avus brettert ...;-)

Ich kenne den Begriff "sportlicher Fahrer" auf der Strasse und abseits der Rennstrecke - Gelände ist ein anderes Thema - eigentlich nur als Selbstbeschreibung von Menschen, die noch nie in die StVO gesehen und die keine Phantasie haben und sich nicht vorstellen können, was in der oder hinter der nächsten Kurve auf sie lauern kann.
Irgendwann wird ihr Helm dann über einem Holzkreuz am Rande einer Kurve hängen.
guuute antwort! gruss tom
Danke!
...vielleicht ist meine Antwort aber etwas zu "polarisierend" sodas ich es noch etwas mehr dazu sagen möchte:
Wer ist ein Sportfahrer?
Ein Fahrer der...
Motorräder liebt.
seine Grenzen und die des Mopeds kennt.
eigene Fehler vermeidet und auf die der anderen richtig reagiert.
jede Kurve möglichst sauber fährt.
sich nicht zu blödsinnigen Rennen hinreissen lässt.
erkannt hat das man nie Auslernt.
statt der eintönigen Autobahn, die Landstrasse nutzt.
aufmerksam und vorausschauend fährt.
Das alles trifft auf einen Sportfahrer zu.
Heizen: Regelmäßige Wheelen an der Ampel. Volles ausdrehen der Gänge. Rücksichtsloses und unwirtschaftliches fahren und überholen.
Das alles trifft keinesfalls auf den ambitionierten Sportfahrer zu, sondern eher auf pubertierende Idioten.
Der Sportfahrer geht nur auf der Rennstrecke an die Grenzen. Im Strassenverkehr sind "echte" Sportfahrer sehr sichere und verantwortungsvolle Fahrer.
Sportliches Fahren auf öffentlichen Strassen, ist möglich. Es beschränkt sich jedoch auf das saubere befahren der Strecke, insbesondere der Kurven (Was die meisten ach so vorbildlichen Fahrer nicht können!). Die Linie, der Rhythmus, der drang besser zu fahren, das macht es aus!