Ninjafan am 11.02.2008 um 20:22 Uhr
Mir erzählte jemand von den Tipps von Lothar Schauer, dem Supermoto-Mann. In wenigen Worten: Mit genug Gas will das Hinterrad driften, bricht ganz leicht aus, was dazu führt, dass das Vorderrad gegensteuert und aufrechter steht. Wer mit der selben Geschwindigkeit, aber mit zu wenig Gas in der Kurve ist, bringt das Vorderrad in zu viel Schräglage und in die Gefahr eines Lowsiders. Hört sich das für euch einleuchtend an? Soll ein Tipp für jeden Kurvenfahrer sein, nicht nur für Drifter!
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Hi Ninjafan! Hört sich an wie ein Aprilscherz mitten im Februar! Nein, das kann nicht sein, denn die grösste Kurvengeschwindigkeit wird erreicht, wenn keinerlei Vortriebs, sondern nur Seitenführungskräfte von den Reifen auf die Strasse übertragen werden müssen (Kammscher Kreis). Ausserdem befindet sich ein driftendes Rad im Bereich der Gleitreibung und nicht mehr in der höheren Haftreibung, kann also nicht mehr soviel Querkräfte übertragen. Der Vorteil des Supermoto Fahrstils ist die bessere Kontrolle des Bikes im Grenzbereich, die maximale Kurvengeschwindigkeit ist damit nicht zu erreichen.
Widerspruch gegen VMAXNEU.
Das alles ist natürlich arg kompliziert...also, mal aufdröseln: "Kammscher Kreis" ist beim driftenden Rad ein schlechtes Stichwort, damit kennt der sich nämlich nicht aus. Ein Drift findet IMMER außerhalb dieser Näherungsdarstellung von Seiten- und Vortriebskräten statt - sonst wär's kein Drift.
Um maximale Kurvengeschwindigkeit (wie VMAXNEU argumentiert) geht's bei dem, was du (Ninjafan) von Herrn Schauer zitierst, ja auch nicht.
Und bei dem, was Herr Schauer wirklich sagt, hat er meines Erachtens Recht: Wer so langsam, dabei aber so schräg wie ein guter Supermoto-Fahrer um die Kurve fährt, MUSS driften (also viel Gas geben), weil er sonst nach innen umkippt. Ein guter Tipp für Standard-Kurvenfahrer ist das genau deshalb trotzdem nicht - nicht jeder will immer driften.