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Kein Wunder also, wenn die versammelte Motorrad-Journaille nach den desillusionierenden Erfahrungen der letzten Jahre vergleichsweise emotionslos auf Präsentationen vermeintlich toller Motorräder wie der Ducati Hypermotard reist. Trotzdem siegt vor Ort natürlich die Neugier, und wir Schreiberlinge können es kaum erwarten, die Hypermotards anfassen, umrunden und aufsitzen zu dürfen. Im Hotel auf Sardinien trauen wir dann unseren Augen kaum: Die dort hübsch aufgereihten Hypermotards sehen fast genau so aus wie die Studien auf dem Mailänder Salon vor zwei Jahren, als man sich nur mit Ellbogeneinsatz einen Blick aufs Allerheiligste verschaffen konnte. Befragt, ob die Entwicklungscrew um Ideengeber Pierre Terblanche die Zahlendreher unter desmodromischen Zwangs-Druck gesetzt haben, schmunzelt Ducati-Produktmanager Claudio Domenicali, der ehemalige Rennstall-Chef Ducatis, nur und meint: "Wer sagt denn, dass die Hypermotard von damals eine Konzeptstudie gewesen sei?" Mithin war dies schon der Testlauf eines Prototyps, der nur bei extrem ablehnenden Publikumsreaktionen aus den Produktionsplänen wieder herausgenommen worden wäre. Doch damit hat natürlich niemand gerechnet.

















