Bei uns am Stammtisch wird immer wieder über Sinn und Unsinn von Zwischengas beim runterschalten (ohne Anti-Hopping-Kupplung) diskutiert. Da ich ausschließlich mit Zwischengas auf den nächstkleineren Gang zurückschalte ist mein Freund (Ingenieur) davon überzeugt, daß das absoluter Blödsinn ist. Mein Hinweis darauf, daß ich damit die Drehzahl an den niedrigeren Gang angleiche (also mit Zwischengas erhöhe) wird als dumm angesehen. Eure Meinung dazu würde mich interessieren

Fakt ist, das durch Zwischengas der Drehzahlunterschied zwischen Motor und der angetriebenen Achse weitestgehend ausgeglichen wird. Demzufolge fällt die Motorbremswirkung geringer aus und das stempeln bzw. blockieren der Hinterachse kann ausbleiben.
P.S...und im übrigen gibt es auch Forstingenieure denen die Motoradtechnik nicht unbedingt besonders vertraut ist.

Hallo.
Ich habe mir das bei den Einzylinder- Enduros schon auch angewöhnt. Die Baghira mit dem Yamahamotor hat eine phänomenale Motorbremswirkung. Vor allem vor Kehren war das ohne ZG immer ein Gehoppel...
Beim Tiger mache ich das auch immer noch so.
Wenn dein Bekannter schon Ing. ist: Kann er seinen Standpunkt verständlich erläutern? Man lernt ja nie aus und ich lasse mir ach was sagen - so ist's ja nicht.
Als "Weil-Mensch" muss ich die Sachen immer verstehen...
Gruß, Stefan

wenn du höhertourig zurückschaltest, ohne AHK, dann ist das was du als Zwischengas beschreibst - im Grunde ein Vorgas, um die Motordrehzahl an den nächst kleineren Gang anzuheben, somit anzupassen - richtig. Zum einen schonst du damit die Kupplung, die dann weniger Kraft aufnehmen muß, zum anderen vermeidest du dadurch ein zu hohes Motorbremsmoment am Hinterrad, das ein Rutschen des Rades verursachen kann, wenn die Kupplung bei zu hoher Drehzahldifferenz einrückt. Gerade wie beschrieben bei großvolumigen Einzylindern.