Das Kälte einer Batterie bzgl. der Nicht- Sulfatierung und der Selbstentladung hilfreich ist, ist mir ja bekannt. Aber geht der Rat mit der Einlagerung im Tiefkühlfach nicht zu weit, nimmt da nicht die Batterie Schaden durch die tiefe Temperatur? Oder ist der Platz neben Fleisch und Fischstäbchen doch dafür geeignet?
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Ha ! darauf habe ich gewartet ! Trockenbatterien (Mono,Baby,Mignon,Block batterizellen ) ist dies sogar Vorteilhaft wegen selbstentladung ! hingegen Nass Batterien trift dies nur zu wenn noch keine Säure eingefüült wurde ! Wird das Fahrzeug längere Zeit nicht benutzt, entlädt sich die Batterie immer mehr. Dabei wird an beiden Platten Bleisulfat gebildet. Zunächst erscheint es, wie die Ausgangsstoffe in pulverförmigem Zustand, aber in Wahrheit sind es winzige Kristalle. Diese haben eine große Oberfläche, die beim Laden eine schnelle Reaktion ermöglicht. Sie haben jedoch die unangenehme Eigenschaft, dass sie zusammenwachsen. Wenn die Batterie längere Zeit mit geringer Spannung ruht, bilden sich große und harte Kristalle. Diese haben einerseits eine vergleichsweise geringe Oberfläche, was gleichbedeutend mit geringerer Kapazität ist, und sind andererseits fast nicht mehr durch Ladung zu zerstören. Das bedeutet einen gewaltigen Verlust an Kapazität. Man spricht in diesem Fall von „grobkristalliner Sulfatierung“. Sie führt schließlich zum Totalausfall der Batterie. Auf eine immer gut geladene Batterie sollte also Wert gelegt werden. Insbesonders bei saisonal benutzten Fahrzeugen wie Zweiräder, Wohnmobile, Motorboote, Snowmobilen usw. sind nach längerer Nichtbenutzung die Probleme schon sicher vorhersehbar. Im Handel gibt es verschiedene Geräte, die eine grobkristalline Sulfatierung verhindern sollen. Meist wird ein Kondensator mit großer Kapazität wiederholt aufgeladen, der bei Entladung plötzlich einen starken Stromstoß abgibt. Weil dies mehrmals in der Minute geschieht, soll ein – wenn auch sehr geringer – Ladestrom das Zusammenwachsen der Kristalle verhindern. Auch die Eigenresonanz der Sulfatkristalle kann zu deren Abbau bzw. Zerstörung verwendet werden. Eine gute Funktionsbeschreibung solcher Batterie-Desulfatierer, -Aktivatoren oder -Pulser beschreibt der Link:http://www.rahmann-solarstrom.de/batteriezubehoer.htm
Bei längerem Stillstand des Fahrzeuges ist es immer ratsam, den Minuspol der Batterie abzuklemmen und wenn möglich ein Erhaltungsladegerät anzuschließen. Dies ist ein Ladegerät mit sehr kleinem Ladestrom (etwa 50 bis 100 mA), bei möglichst auf 14,4 Volt beschränkter Spannung. Dieser Strom gleicht die Selbstentladung aus, ohne Schaden anzurichten. Solche Geräte werden auch solarbetrieben angeboten. Dabei muss die Batterie nicht einmal mehr abgeklemmt werden.
Ok, also besser neben den Kartoffeln im Keller lagern als neben den Fischstäbchen. :-)
Nicht übertreiben mit den Minustemperaturen. Die richtige Regel lautet: knapp über den Gefrierpunkt ist die optimale Lagertemperatur. Ich kann es mir aber trotzdem verkneifen die Batterie in den Kühlschrank zu stellen. Ein trockener frostfreier Platz in der Garage oder Dachboden tut es auch.